(c) Janet Lindemann-Eppinger

So viel Wasser! Klar, Rügen ist ja auch eine Insel!


Würden wir wie Vögel über die Insel fliegen, würden wir sehen, wie viel Wasser es auf Rügen gibt. Das Inselland ist von Ostsee und Bodden - das sind vom Land umschlossene Meeresteile mit einer Öffnung zum Meer - umgeben. Dabei gilt die Ostsee, auch Baltisches Meer genannt, mit ihren 400.000 Quadratkilometern als größtes Brackwassermeer der Erde. Der Salzgehalt der Ostsee beträgt zwischen 0,3 und 1,7 Prozent. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Salzgehalt im Pazifik liegt bei 3,45 Prozent.

 Die bekanntesten Bodden sind der Große Jasmunder Bodden und der Kleine Jasmunder Bodden. Der Große Jasmunder Bodden befindet sich im Norden der Insel, ist rund 14 Kilometer lang, etwa sechs Kilometer breit und bis zu sieben Meter tief. Mit dem Breetzer Bodden, dem Breeger Bodden, dem Lebbiner Bodden, der Neuendorfer Wiek und dem Tetzitzer See hat er eine Wasserfläche von rund 94 Quadratkilometer. Das Ufer ist hauptsächlich von Schilf umgeben. Der Kleine Jasmunder Bodden ist rund sieben Kilometer lang, etwa fünf Kilometer breit und hat eine Fläche von 28,4 Quadratkilometern. Beide Bodden sind bei Lietzow durch einen künstlich errichteten Damm voneinander getrennt. Eine Verbindung zum Großen Jasmunder Bodden besteht über einen Ablauf mit Schleuse, eine Kammer mit zwei Toren, die unter anderem zur Regulierung des Wasserstandes im Kleinen Jasmunder Bodden und als Fischdurchlass dient. Denn beide Bodden sind sehr fischreich. Im Großen Jasmunder Bodden liegt der Salzgehalt zwischen 0,7 und 0,8 Prozent.



(c) Janet Lindemann-Eppinger
Das Foto zeigt den Kleinen Jasmunder Bodden im Frühjahr. Die Strömung hat die kleinen Eisschollen an das Ufer der kleinen Halbinsel Spitzer Ort (Lietzow) getrieben. Das war ein Rauschen und Krachen. Ein wahrhaft schönes Naturschauspiel. Diese Aufnahme wurde vom Ankerherz Verlag am 7. März 2013 zum Foto des Tages gewählt.

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