Zauberhaftes Hiddensee

Im Galopp über Hiddensee

Eine Insel mit vielen Bergen, Pferden, Strand und Platz zum Toben


Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, wie ich als Kind bei meiner Uroma in Schaprode früh morgens aus dem Fenster geschaut und mich über die zauberhaft angestrahlten kleinen, weißen Häuser von Hiddensee gefreut habe. Auch abends schien sich die Sonne dort auf eine ganz besondere Art und Weise zu verabschieden. Der Himmel zeigte sich in den schönsten Farben. Oft habe ich mich gefragt, wie es auf dem kleinen Inselchen im Westen von Rügen wohl zugehen mag. Heute weiß ich es. Über der Insel liegt ein ganz besonderer Zauber. Einer, der seit dem 19. Jahrhundert Schauspieler, Tänzer, Schriftsteller und Regisseure anzieht.

Vier Orte gibt es auf der 17 Kilometer langen und sehr schmalen Insel in Seepferdchenform: Neuendorf, Vitte, Kloster und Grieben. Neuendorf ist ein kleines Fischerdorf. Dort ist es sehr ruhig. Vitte ist die Hauptstadt von Hiddensee. Hier kommen die meisten Besucher an. Kloster wird auch das kulturelle Zentrum genannt. Grieben ist der kleinste und älteste Ort. In jedem Ort gibt es viel zu erleben und zu entdecken. So gibt es das Figurentheater „Seebühne Hiddensee“ in Vitte, das Nationalparkhaus mit Erlebnispfad, Museen, Cafés und jede Menge Spielplätze. Im Lütt-Matten-Treff in Neuendorf und im Seepferdchen-Treff in Vitte finden regelmäßig Kinderveranstaltungen statt. Und das Beste: Hiddensee ist eine autofreie Insel (es gibt Ausnahmen). Fortbewegungsmittel sind das Fahrrad, die Pferdekutsche und der Inselbus.

Die Anreise ist nur mit Schiffen möglich. Die starten beispielsweise in Schaprode, Stralsund, Wiek und Dranske. Brücken gibt es nicht. Nicht einmal eine Seebrücke. Dafür unberührte Natur und viele Plätze zum Toben und Spaß haben.

Hafen Vitte

Hex, hex am Hexenhaus in Vitte

An der Bernsteinwerkstatt in Vitte

Seebühne in Vitte

Am Nationalparkhaus in Vitte

Bernsteinsucher

Hafen Neuendorf

Bank in Neuendorf

Fischereimuseum in Neuendorf

Spielplatz in Neuendorf

Leuchtturm im Hochland von Kloster

Im Hochland

Sonnenuntergang in Vitte

Hoch zu Ross durch Vitte

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Steinreiches Kap Arkona

Foto: (c) Janet Lindemann-Eppinger

Im Inselnorden wird an Hühnergötter-Rekordkette gebastelt


Hühnergötter sind Feuersteine mit einem Loch in der Mitte. Zuhauf liegen sie an der Kreideküste im Nordosten der Insel Rügen. Am Kap Arkona wurde am 21. Juni 2013 der Grund(Feuer)stein für die längste Hühnergötterkette der Welt gelegt. Den ganzen Sommer über dürfen Besucher auf dem Rügenhof Arkona in Putgarten ihre gesammelten Exemplare abgeben. Ob es am Ende der Saison für den Weltrekord reicht? Der beträgt momentan 60 Meter.

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Fotos: (c) Janet Lindemann-Eppinger

Auf einen Kaffee in Rothenkirchen


Was ist denn hier los? An Stämmen uralter Kastanien wachsen Busen und Hinterteile, unter Büschen lugen seltsame Wesen und Monster hervor. Davor parkt ein gelber Trabi aus den 60er-Jahren – schon weit sichtbar von der B 96 aus Richtung Rambin kommend. Willkommen in Rügens „Ersten Kunstgarten“ mit Galerie und der Gaststube „Kaffeetasse“.

Die Keramiken und Objekte stammen aus der Werkstatt von Klaus Hanitzsch, den es in den 80er-Jahren von Berlin nach Rügen zog. Rund um Galerie und „Kaffeetasse“ hat er seine Torsi platziert. Und dazu jede Menge Kitsch und Krempel, wie ausrangierte landwirtschaftliche Geräte, rostige Wagenräder und mannshohe Spiegel. In der Gaststube, in der Dagmar wirkt, sind die Gäste bemüht, den Teller bis auf den letzten Krümel leer zu essen. Denn auf den Platten verbergen sich mitunter skurrile Malereien. Auf Uromas Küchenmöbeln stapeln sich Backformen, von Balken hängen Bügeleisen sowie Hufeisen, und auf Regalen stehen Schreibmaschinen, ein altes Röhrenradio und Gesellschaftsspiele. Bis Mitte 2000 gaben sich in der „Kaffeetasse“ Künstler aus aller Welt die alten Türklinken in die Hand. Schwere Fotoalben zeugen davon. Inzwischen ist um Gaststube und Galerie still geworden. Doch lohnenswert ist ein Abstecher dorthin allemal.

Nachtrag am 1. Januar 2014: Der Kunstgarten befindet sich in Rothenkirchen (zwischen Rambin und Samtens) und ist rund um die Uhr geöffnet. Die Gaststube ist leider seit Januar 2014 geschlossen.



Gaststube "Kaffeetasse"

..... und so sieht es drinnen aus.

Masken

Blick aus dem Galeriefenster

Torsifeld

Wegweiser

Aus der Speisekarte



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Klar zum Entern auf Mönchgut

Spielplatz Alt Reddevitz

Spielplatz Baabe
Fotos: (c) Janet Lindemann-Eppinger

Spielplätze ganz nah am Wasser gebaut


Kindern, denen Strand alleine nicht reicht, sind im Ostseebad Baabe und in dem kleinen Dörfchen Alt Reddevitz gut aufgehoben. Nur wenige Meter vom Strand entfernt, befinden sich prächtige Schaukel- und Klettermöglichkeiten für die Kleinen. In Baabe toben die Jüngsten im weißen, feinen Strandsand, in Alt Reddevitz am Naturstrand. Klar, dass es im letzt genannten Ort viel ruhiger zugeht. Empfehlenswert sind beide. 

Übrigens, in unmittelbarer Nähe zu beiden Spielplätzen gibt es kleine Cafés mit leckeren Kuchen. Unser persönlicher Tipp ist das Café Klatsch neben dem Haus des Gastes in Baabe. In Alt Reddevitz ist es das Café Moccavino.

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Zum Reinbeißen

Foto: (c) Janet Lindemann-Eppinger

Bestes Fischbrötchen der Insel gibt es in Lauterbach


So sieht es also aus, das beste Fischbrötchen der Insel Rügen. Am Weltfischbrötchentag, am 4. Mai, wurde dem Räucherschiff Berta in Lauterbach bescheinigt, dass es auf dem Kutter die besten Fischbrötchen der Region gibt. Dafür erhielt das Berta-Team am Museumsschiff Luise in Göhren die Auszeichnung "Das beste Fischbrötchen 2013 Gold". Herzlichen Glückwunsch!

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Fotos: (c) Janet Lindemann-Eppinger

In Roswithas Feenreich


Zwischen Primeln und Narzissen tummeln sich Fräuleins, Feen und Zauberinnen. Zwei hochmütige Damen mit spitzen Nasen und langen Kleidern hüten die Blütenpracht am Haus. Es duftet nach Frühling, nach frischer Wiese, reiner Luft und Blumen. Runherum Felder, Friede, heile Welt. Hier hat die Keramikerin Roswitha Burgmann-Seewald ihr Zuhause. Im Jahr 2004 ist sie mit ihrem Mann Lothar Seewald in das kleine, halb zerfallene Häuschen nach Schweikvitz gezogen und hat es nach und nach restauriert. Und regelmäßig im Frühjahr verwandelt sich das Land um sie herum in ein Blütenmeer. In dem Häuschen lebt sie nicht nur, sondern hat sich auch eine Werkstatt mit Brennofen, Töpferscheibe, Regalen und viel Geschirr eingerichtet. Hier fertigt sie als Töpfermeisterin ihre unverwechselbaren Tonfiguren und Gebrauchskeramik. Ihre Produkte verkauft sie ausschließlich in ihrem kleinen Laden am Gingster Markt, den sie den Namen "Töpferei und Feinste Regionalwaren" gegeben hat. Zusammen mit ihrem Mann Lothar, den gemütlichen Einzelhandelskaufmann, bietet sie hier ihre Gartenfiguren, Fayencen, Gebrauchsgeschirr und Erzeugnissen von Produzenten der Insel an. Auf der Terrasse hinter dem Haus gibt es Milchkaffee und Kuchen. Auch ein Spielauto für die Jüngsten steht zur Abfahrt bereit. Hier sind Kinder herzlich willkommen.











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Frühling im Putbuser Park

Fotos: (c) Janet Lindemann-Eppinger

Knoblauchduft in geheimen Gängen

"Komm Mama, ich muss dir was zeigen. Das hier ist ein Geheimgang." Und tatsächlich. Das Laubdach der Bäume ist stellenweise so dicht, dass Decken getrost im Schrank bleiben können. Die Natur baut momentan die prächtigsten Höhlen. Diesen Gang hat Maria am 1. Juni im Putbuser Park entdeckt. Dass, was auf dem Boden blüht, ist Bärlauch. Wusstet ihr, dass diese Pflanze auch Waldknoblauch und Hexenzwiebel genannt wird und komplett essbar ist? Am besten schmecken die noch jungen Blätter. Der Name Waldknoblauch passt übrigens super. Denn der Bärlauch stinkt gewaltig nach Knoblauch. Vor Vampiren braucht sich Maria in ihrem Geheimgang jedenfalls nicht fürchten.



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Orte der Kindheit

Fotos: (c) Janet Lindemann-Eppinger

Naturstrand Wreechen

Heute war ich nach langer Zeit mal wieder am Strand in Wreechen. Das ist kein Sandstrand, wie man ihn in an Rügens Bäderküste findet. Hier liegen riesige Steine. Der Sand ist nicht so fein und weiß. Das Boddenwasser schnappt nach dem Steilufer, legt Baumwurzeln frei und bringt die Riesen irgendwann zum Fallen. Auf der Fahrt dorthin habe ich gehofft, dass sich hier nichts verändert hat. Die ganze Zeit. Und es hat sich nichts verändert. Alles ist genauso, wie ich es als Kind erlebt habe. Das ist nicht mehr an vielen Orten auf der Insel so. Nach Wreechen bin ich mit meinen Eltern immer zum Baden gefahren. Als Pubertierende dann alleine mit dem Fahrrad. Stundenlang habe ich mit meiner Freundin auf der Wiese gelegen. Wir haben uns gegenseitig Geschichten erzählt und dabei herrlich verrückt gekichert. Hier habe ich meinen ersten Freund kennengelernt und vor Aufregung kiloweise Kekse verdrückt. Heute war ich mit Ralf und den Kindern da. Ich bin mit Maria am Steilufer entlang gelaufen und habe mit Ralf Kuchen gegessen. Maria ist auf einen Baum geklettert und hat Schwäne beobachtet. Und ich habe mich wieder erinnert, wie es war, als ich damals auf den Baum geklettert bin ... Ja, so war das vor langer Zeit am Strand in Wreechen.








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Blütenzauber im Putbuser Park

Fotos: © Janet Lindemann-Eppinger

Zauberhafte Blumenkränze zum Kindertag

Oh, wie wunderschön, habe ich gedacht, als ich heute diese zauberhaften Blütenkränze beim Kinderfest im Park Putbus entdeckt habe. Ältere Frauen vom Verein Kinderlachen009 (hilft Krebskranken Kindern und Kinder der dritten Welt) haben in ihren Gärten und am Wegesrand Birken, Blätter und Blüten abgeschnitten, um mit Kindern und Erwachsenen diese wunderbaren Kränze zu fertigen. Eine schöne Geste zum Kindertag, wie ich finde. Zuerst wurde ein Birkenzweig um den kleinen Kopf gelegt und die Enden mit Draht festgebunden. Nun wurden nach und nach Blüten und Blätter um den Zweig geflochten und mit Bindfaden festgemacht. Herausgekommen sind dann diese kleinen, duftenden Kunstwerke, die die Kinder (und ich) mit Stolz durch den Schlosspark getragen haben.







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