Orte der Kindheit

Fotos: (c) Janet Lindemann-Eppinger

Naturstrand Wreechen

Heute war ich nach langer Zeit mal wieder am Strand in Wreechen. Das ist kein Sandstrand, wie man ihn in an Rügens Bäderküste findet. Hier liegen riesige Steine. Der Sand ist nicht so fein und weiß. Das Boddenwasser schnappt nach dem Steilufer, legt Baumwurzeln frei und bringt die Riesen irgendwann zum Fallen. Auf der Fahrt dorthin habe ich gehofft, dass sich hier nichts verändert hat. Die ganze Zeit. Und es hat sich nichts verändert. Alles ist genauso, wie ich es als Kind erlebt habe. Das ist nicht mehr an vielen Orten auf der Insel so. Nach Wreechen bin ich mit meinen Eltern immer zum Baden gefahren. Als Pubertierende dann alleine mit dem Fahrrad. Stundenlang habe ich mit meiner Freundin auf der Wiese gelegen. Wir haben uns gegenseitig Geschichten erzählt und dabei herrlich verrückt gekichert. Hier habe ich meinen ersten Freund kennengelernt und vor Aufregung kiloweise Kekse verdrückt. Heute war ich mit Ralf und den Kindern da. Ich bin mit Maria am Steilufer entlang gelaufen und habe mit Ralf Kuchen gegessen. Maria ist auf einen Baum geklettert und hat Schwäne beobachtet. Und ich habe mich wieder erinnert, wie es war, als ich damals auf den Baum geklettert bin ... Ja, so war das vor langer Zeit am Strand in Wreechen.








1 Kommentare:

Karola-Charlotte.Koglin hat gesagt…

Wie schön...
Ich habe in den 1950er-Jahren noch in einem Bunker gespielt, den es längst nicht mehr gibt. Vor dem Bunker waren eine herrliche Wiese und Pfützen und im Bunker hat es durchdringend gehallt, wenn meine beste Freundin, die heute 65 Jahre alt wird, die ich gleich besuche, und ich uns gerufen haben...

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